von Jupp, der Wal » Fr, 21. Mai 2004, 17:14
hei susi,
gratuliere zu diesem schritt! habe vor fast grei jahren den selben weg eingeschlagen, und arbeite nun in tromsø als krankenpfleger, ohne dies ein einziges mal bereut zu haben. schade dass du das glück nicht mehr hast, teilnehmer des kurses zu sein, der den sprachkurs, die unterhaltskosten in der zeit dessen und die formalitäten für die berufsanerkennung übernommen hatte. ich der dieses glück noch hatte, war sehr froh über dieses angebot, da es die sache um ein vielfaches erleichterte.
Allerdings blieb auch uns nicht erspart, die bewerbungen zu schreiben, mit den arbeitgebern in kontakt zu treten, zoll- und einreiseinformationen zu beschaffen.... das wichtigste hat arne dir eigentlich schon geschrieben; ich kann noch zufügen, das es ratsam ist, einen arbeitsvertrag auszuhandeln, der die reisekostenübernahme beinhaltet ( in der regel verträge mit 2-jahres-bindung), und bei stellenangeboten in kommuneeinrichtungen etwas vorsichtig zu sein: die belegschaftssituation ist dort, zumindest zahlenmässig sehr schlecht. gerade die altenheime nehmen dort einen traurigen ersten platz ein. bewerb dich erstmal in einem krankenhaus und erarbeite dir von dort aus einen überblick! ich weiss nicht wie weit du dich über die arbeitssituation für krankenpfleger/innen schon informiert hast, und dein kenntnisstand dementsprechen ist, so dass ich veilleicht hier etwas schreib, was du schon längst weisst. nur soviel zum schluss: setz deinen entschluss in die tat um, und wandere aus, wenn du das wirkliche bedürfnis dazu spürst, erwarte aber vom norwegischen gesundheitssystem keine paradiesischen verhältnisse. der sparzwang mit seinen negativen folgen für patienten und angestellte ist sehr deutlich zu spüren, und wird wohl meiner einschätzungsfähigkeit zufolge in ca. 10 jahren dem heutigen deutschen standard entsprechen.
viel erfolg beim norwegisch büffeln ( die präpositione raffe ich bis heute noch nicht so ganz!)
gruss aus tromsø
Jupp, der Wal