Abends nochmals mit allen Wetterapps „gesprochen“. Norwegen, egal ob Süd oder Nord, Regen und maximal 15°C. Eins von beiden ginge ja noch………
Nordschweden genauso mies. Also auch dort bleiben einige Ziele noch auf der Wunschliste.
Mittel- und Südschweden sah noch am besten aus.
Also über Røros nach Schweden.
Der 18.08.2017 fing bedeckt bei 12°C an und hörte mit Niesel, Regen, Wolkenbruch bei 12°C auf.
Røros lohnte auf jeden Fall das Anschauen. Schöne alte Häuser, meist liebevoll renoviert. Zum Teil in Hinterhöfen.
Und die Hauptstraßen voll auf Kommerz und Touristen zurechtgemacht.



Und dieses Motiv gibt’s auch auf Postkarte. Natürlich mit Sonne:

Auch wenn forenfremd – ein paar Wort zum „Resturlaub“. Zunächst begrüßte uns das bisher südlichste Rentier Schwedens (vorher an der 45 in Vilhelmia). Da war es, Kumulus.


Zwischenübernachtung in Sved. Wetterapps befragt, rumtelefoniert. Kein Zeltwetter und die Hütten am Tresticklan-NP(war letztes Ziel im Originalplan) und am Tiveden-NP (für 2 – 3 Tage nette Wanderungen – wir waren schon 2 x da)belegt.
Plan C oder D oder E…..
Wieder mal zu unserem Lieblingssee, dem Siljan.
Auf der E45 zwischen Orsa und Mora und dann auch nochmals bis Rättvik „ging die Welt unter“. Sintflutartige Regenfälle. Bei erlaubten 90 km/h fuhren selbst die Schweden nicht schneller als 50!
Dieses Mal Leksand Strand. Dort gabs nicht nur etwas Sonne, sondern auch das leckere Leksand Knäckebrot. Blaubeer war leider überall ausverkauft.
Aber das mit Oregano! Lllllecker.
Und im Werksverkauf gabs auch Tunnbröd einer anderen Bäckerei. Kannten wir noch nicht, war aber nicht unser letztes Mal, dass wir das geholt haben.
Kumulus, Du warst in Orsa aber nicht im Wildtierpark? Nicht nur für Kinder ein Erlebnis. Großes Gelände in Hanglage und schöne Blicke auf die Tiere, nicht nur durch Scheiben und Zäune.

Am 21.08. dann nochmal die Kupfergrube in Falun. Es hatte sich einiges zu 2003 verändert, u.a. die Route der Untertagetour. Auch die Grube können wir empfehlen, auch wenn uns die dazugehörige Ausstellung nach Umbau nicht mehr so gefallen hat.

Auch Harald & Sonja waren hier unter Tage und haben sich verewigt:

Ein Ruhetag am Siljan mit der Frage, wohin jetzt? Wir entschieden uns für das Isaberg Mountain Resort. An der RV26 zwischen Jönköping, Gislaved, Värnamo und Borås.
Mountain, na ja. Resort-Preise sehr wohl.
Großes Objekt mit Zimmern, Hütten und CP. Geboten werden Hindernisparcous, MTB-Ausleihe und –strecken, Wanderwege, Hochseilgarten, Bootsausleihe, Angelmöglichkeiten, kleinem Elchpark, Golfplatz in der Nähe…
Wurde auch viel von Schweden als Tagesausflug am Wochenende genutzt.
Wir wollten wandern. Dafür eher suboptimal.
Am ersten Tag sind wir die längste Tour mit 12,5 km gelaufen. Das Schönste – ohne in den Wald zu gehen hatten wir unser Abendbrot zusammen. Da wir nur Maronen und Steinpilze sicher kennen:

Angebraten mit Zwiebel, Salz, Pfeffer und 2 Eiern – uns hats gemundet. Vorher probiert, dass kein Bitterling dabei ist. Und hinterher einen guten russischen Wodka zur Verdauung.


Schnecken sind (für manche Leute) Delikatessen. Pilze ebenso. Kann man eigentlich beides zusammen zubereiten?


Nach einem Ruhetag mit Shopping in Gislaved wollten wir unbedingt noch mal ein paar Meter laufen. Also sind wir zum zweiten Mal (nach 2013) in den in der Nähe liegenden Store Mosse NP gefahren. Ein Moorgebiet. Auch dort gibt’s mehrere Rundtouren. Wir nahmen unser „Stammmaß“ – 12,5km. Eine Runde um den Kävsjön. Bei Nieselregen.
Nichts Weltbewegendes. Halt Natur. Und kilometerlange Bohlenwege. Rentierflechte und Erika nebeneinander.

Ansonsten einen Grünspecht, zwei Rinderherden (woher wusstest Du das, Martin?

) und ein bunter Vogel, der vom Picknick was abhaben wollte:

Noch ein ruhiger Tag mit einem Spaziergang in den Elchpark.

Und auf dem Rückweg gings tierisch mit einer Blindschleiche weiter:

Darf ich vorstellen? Hoppel und Poppel - unsere täglichen Begleiter die letzten 5 Tage:

Das letzte Abendbrot in Skandinavien 2017 – auf einem Parkplatz oberhalb Ystad. Die Sonne täuscht, der kalte Wind pfiff.

Und dann war da noch dieses Mäuschen….letztes Tier des Urlaubs


Resümee:
1. Auch für planende Jungfrauen (mit seiner Löwin – soll ja angeblich gar nicht passen) gilt die Flexibilität.
2. Aus nicht optimalem Wetter das Beste gemacht und im Rückblick für uns ein sehr schöner Urlaub. Viel erlebt und gesehen. Und sogar etwas bewegt.

3. 2018 zu den 60. wird’s eine Busreise nach Schottland, Irland, oder eine Rundreise über den westlichen Balkan?
Doch 2019 zieht uns der Nordmagnet wieder an. Die finnische Ostküste? Senja? Schwedisch Lappland? Da kommt nächstes Jahr bestimmt der zündende Gedanke.
Vorschläge?
Danke für euer Interesse und eure Geduld.
Viele Grüße
Uwe