So, wollte mal hier meine Erfahrungen zu unserem 1. richtigen Roadtrip im E-Auto teilen.
Werde das Ganze so ein bissl etappenmäßig aufbauen, geschmückt mit ein paar Bildern von den einzelnen Tagesabschnitten. Fangen wir mal mit der groben Routenplanung an. Mein Ziel war es eigentlich, so weit nördlich zu fahren wie nur irgend möglich um zumindest noch eine minimale Chance auf die Nordlichter zu bekommen. Da unsere Islandreise vor 1,5 Jahren leider durch coronabedingte Einreiseverschärfungen eine Woche vor Reiseantritt ins Wasser gefallen ist, wollten wir nun unbedingt raus. „Problem“ war nur, wir haben Nachwuchs bekommen. Die Kleine war bei Reiseantritt knapp 6 Monate alt. Im Vorhinein habe ich mich natürlich schon informiert wie so eine Route aussehen kann, was machbar ist und worauf zu achten ist. Eins gleich vorweg, weil ich selbst auch immer dachte, dass die Leute übertreiben, wenn sie sagen, dass man in Norwegen nur ganz schwer Strecke machen kann. Es stimmt wirklich. Man kommt abseits von Oslo nur sehr sehr langsam voran. Wem hohe Geldbußen egal sind schafft es auch etwas schneller, aber dennoch im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ist es wirklich Schneckentempo und zum Teil super anstrengend.
Des Weiteren wurde mir gesagt, dass der November so mit der schlimmste Monat zum Reisen ist, den man sich aussuchen kann, da wohl regenreichste Zeit. Ich find solche Pauschalisierungen allerdings immer etwas daneben. Die Statistik mag das zwar hergeben und es ist auch ok Leute darauf hinzuweisen, aber man kann sowohl im Sommer, als auch im Winter richtig ins Klo greifen, daher habe ich mir aus dieser „Warnung“ nichts gemacht. Die Urlaubszeit ließ sich arbeitstechnisch eh nicht ändern. Ums Vorweg zu nehmen. Wir hatten wirklich Glück. Wenns geregnet hat, dann meist nur kurzzeitig beim Fahren und kurze Schauer zwischendurch, die meiste Zeit über war das Wetter vollkommen in Ordnung und ich finde einfach, dass auch das „gräuliche“ oder herbstliche Wetter mit seinen Nebelschwaden, einfach einen gewissen Charm bieten, im Gegensatz zu einem vollkommen blauen Himmel. Wir sind schon mal in Schottland gewesen, ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als Nebel und dieses urige Gefühl, wenn man durch die Landschaft fährt. Das gehört einfach dazu. So genug geschwafelt.
Wie gesagt, wir wollten so weit hoch wie es die Zeit zulässt, also anfangs immer nur einen Tag Aufenthalt in den jeweiligen Orten und dann am höchstgelegen Ort ein paar Tage länger verweilen um die Wahrscheinlichkeit für etwaige Nordlichter zu steigern, auch wenn mir klar war, dass es wohl nichts werden wird, aber man kann ja hoffen =)
Für uns war definitiv der Weg das Ziel und das gilt wirklich insbesondere in Norwegen. Ich bin schon viel rumgekommen in der Welt habe mehrere Jahre in verschiedenen Ländern gelebt, aber diese Fahrten waren einfach der Hammer, ab und zu auch abenteuerlich, aber dennoch wunderschön.
Um in Norwegen zumindest etwas Geld zu sparen (haha^^), sollte man sich vorher sehr gut über das Maut- und Fährsystem informieren. Man sollte sich am besten schon zwei, drei Monate vorher um so einen Transponder bemühen, sowie einen Account für die Fähren, wo man vorab erstmal 300 EUR auf seinen Account überweisen muss, von dem es dann nach und nach abgebucht wird. Sollte dann noch etwas übrig sein, kann man sich das Geld danach erstatten lassen. Wir haben uns für den Transponder von Skyttelpass entschieden.
Hier einmal ein Bild der Routenplanung, mal sehen ob ich es hinkriege. Zu der Routenänderung bzw. -verkürzung sage ich dann später nochmal was. Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Mal schauen wie viele Einträge ich heute noch schreibe.
