Also ich finde die Reisezeit in Ordnung:
Lofoten im Herbst
Gruß
Gerhard
Von Trondheim mit der Fähre oder Zug bis Bodo.
Von Bodo mit der Fähre nach Moskenes.
In Moskenes einen Mietwagen buchen und einige Tage auf den Lofoten verbringen bevor es dann Anfang Oktober von Tromso (oder einem anderen Flughafen in der Region) zurück geht.
artep hat geschrieben:Die Route ist prinzipiell machbar, aber ich sehe nicht allzu viel Zeit für Tageswanderungen, weil doch einige Reisetage dabei sind.
artep hat geschrieben:Fähre ab Trondheim hieße Hurtigruten (oder Havila), die kann man dann lieber gleich bis zu den Lofoten (Svolvær) nehmen. Ob man in Moskenes einen Mietwagen kriegt, wage ich zu bezweifeln. Habt Ihr das schon gecheckt?
Den Mietwagen in Tromsö abzugeben, wird teuer, daher vielleicht lieber nochmal die Hurtigrute von den Lofoten nach Tromsö nehmen.
fcelch hat geschrieben:Ungewöhnlicher, aber inzeressanter Plan. Einfach los und machen. Wenig vorbuchen. Einfach los. Dann findest du das gesuchte.
ABER:
1. Ich glaube die Zeit ist zu kurz. Aber was solls. Schau wie weit du kommst.
2. Oslo und Bergen sind lohnenswerte Städte. Beide. Ich würde ein oder zwei Tage vorsehen, dann nix wie weg da, denn du suchst ja auch Ruhe und Einsamkeit.
3. Fjordnorwegen, und darunter verstehe ich die Enden von Hardanger- und Sognefjord im Landesinneren, fehlen in deiner Planung. Bei halbwegs gutem Wetter solltest du das nicht auslassen. Also Bergenbahn zum Beispiel bis Voss, ein paar Tage Fjordnorwegen, dann erst weiter mit Bus nach Bergen.
Bei Gefallen länger bleiben, bei schlechtem Wetter im Süden und gutem im Norden: ab in den Norden mit z.B.:
4. Check mal die Flugpreise und Verbindungen von Wideroe. Die fliegen teilweise günstig kleine Destinationen an.
VG
FCElch
smashedup hat geschrieben:fcelch hat geschrieben:Ungewöhnlicher, aber inzeressanter Plan. Einfach los und machen. Wenig vorbuchen. Einfach los. Dann findest du das gesuchte.
ABER:
1. Ich glaube die Zeit ist zu kurz. Aber was solls. Schau wie weit du kommst.
2. Oslo und Bergen sind lohnenswerte Städte. Beide. Ich würde ein oder zwei Tage vorsehen, dann nix wie weg da, denn du suchst ja auch Ruhe und Einsamkeit.
3. Fjordnorwegen, und darunter verstehe ich die Enden von Hardanger- und Sognefjord im Landesinneren, fehlen in deiner Planung. Bei halbwegs gutem Wetter solltest du das nicht auslassen. Also Bergenbahn zum Beispiel bis Voss, ein paar Tage Fjordnorwegen, dann erst weiter mit Bus nach Bergen.
Bei Gefallen länger bleiben, bei schlechtem Wetter im Süden und gutem im Norden: ab in den Norden mit z.B.:
4. Check mal die Flugpreise und Verbindungen von Wideroe. Die fliegen teilweise günstig kleine Destinationen an.
VG
FCElch
Danke. Wir haben die Reisezeit schon ein wenig nach oben korrigiert, denke es wird irgendwas zwischen 3 und 4 Wochen (eher 4).
Städte sind tatsächlich so gar nicht unser Ding. Je einen Tag haben wir aber trotzdem eingeplant, einfach um sich ein bisschen zu organisieren und durchzuatmen.
Fjordnorwegen ist durchaus geplant bzw sogar ein Hauptteil der Reise. Sowohl mit dem Mietwagen (mittlerweile wohl 6 Tage um Bergen) als auch der anschließenden Fahrt von Bergen nach Andalsnes mit Bus/Fähre und ggf Hurtigruten zw. Bergen und Maloy.
fcelch hat geschrieben:Um Bergen = unschön
Der Dunstkreis von Bergen ist gross und nicht schön. Da musst du weit weg, deshalb der Tipp ehr landeiwärts an die Fjordenden und die anschliessenden Gebirge zu fahren.
jonn68 hat geschrieben:Ich gebe Dir einen Tip besorgt Euch wirklich ein Mietauto, denn das mit dem Wetter hinterher fahren macht als Tourist echt Sinn.
Letzten Herbst/Winter war es bei uns um Trondheim das Wetter sehr gut, wir hatten wenig Regen, sogar viel Sonne,m das auch noch Anfangs November, Freunde im Süden, die haben nur über das Wetter geschumpfen. Mit dem Mietauto kannst du ganz gut mit dem Wetter planen wie entwickelt sich und du hast dann tolle Erlebnisse.
Wenn man viel in Norwegen unterwegs ist und auch dort lebt, dann stört einen das Wetter nicht, dann ist nur die Kleidung entscheidend, ich finde es machmal deutlich entspannender bei Nieselregen zu wandern, es ist alles so schön ruhig, man kann sich herrlich entspannen, aber als Tourist hat man einfach andere Prioritäten.
Die Postschiffroute wäre echt eine Alternativ, von Hafen zu Hafen fahren, dort austeigen 1-2 Tage bleiben, Ausflüge planen und dann wieder weiter.
Und warme Winterkleidung mitnehmen, Wintereinbruch ist um diese Zeit gerade im Norden nicht ungewöhnlich.
Gudrun hat geschrieben:So eine Rückmeldung wie es denn nun war ist immer schön.
smashedup hat geschrieben: ...Was auch gar nicht funktioniert hat war spontan zu gucken wo das Wetter besser ist und die Route entsprechend anzupassen. Das Wetter war größtenteils so unbeständig, dass es keinen Sinn ergeben hätte sich danach zu richten.
smashedup hat geschrieben:So, nachdem unsere Norwegen Reise nun zu Ende ist (ich sitze gerade noch im Hotel und blicke über den Flughafen Tromsø, von dem aus wir heute zurück nach Deutschland fliegen), hier mal ein differenziertes Fazit.
Manche der hier genannten Befürchtungen haben sich bewahrheitet, grundsätzlich bin ich aber mit vielen Entscheidungen auch sehr zufrieden und ich bin unentschlossen ob ich die Reise genau so nochmal machen würde oder doch lieber etwas ändern.
Also mal Punkt für Punkt: Wir wollten ja gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, uns wenig mit anderen Touristen auf den Füßen stehen, viel Herbstfarben erleben, Polarlichter sehen und Wanderungen machen.
Tourismus
Insgesant war doch schon deutlich spürbar, dass Nebensaison ist. Im Guten, dass eigentlich überall angenehm wenig los war, im Schlechten, dass vieles geschlossen war oder nicht mehr so betrieben wurde wie im Sommer. Zum Beispiel Wanderhhütten von DNT - was sehr schade war.
Insgesamt waren wir aber sehr froh darum, dass es nicht so überfüllt war. Nur auf den Lofoten war doch noch einiges los.
Öffentliche Verkehrsmittel
Möglicherweise lag das teilweise auch an der Nebensaison, aber wir haben auch mit Einwohnern von Geiranger gesprochen, die uns ihr Leid geklagt haben, dass ÖPNV ganzjährig eine Katastrophe ist: Meistens gibt es nur 1, maximal 2 Verbindungen am Tag, am Wochende gar keine. Im Kleinen funktioniert das für spontane Reisen überhaupt gar nicht. Im Großen dagegen gibt es ganz wunderbare, komfortable Zugverbindungen, die ich wirklich nur empfehlen kann. Auch die Fähre war immer wieder ein angenehmes Verkehrsmittel. Aber für die letzte Meile mussten wir uns dann eben doch wieder einen Mietwagen holen.
Polarlichter
Insgesamt gab es relativ wenig Sonneaktivität und viele Wolken, aber wir hatten auch drei sehr gute Polarlicht-Nächte. Generell fand ich Polarlichter wohl insgesamt etwas underwhelming aber das ist ein anderes Thema.
Herbst
Hier hatten wir wohl ziemliches Pech: Diesels Jahr war der Herbst - insbesondere im Süden - bereits sehr früh und begann schon Mitte August. Im Norden und in manchen Tälern stand der Herbst aber teilweise noch in voller Pracht und die Fjelle hatten eine wundervolle goldgelbe Färbung. Auch wenn wir größtenteils knapp am Herbst vorbei geschrammt sind waren wir trotzdem sehr froh über die bunten Tupfer im grauen Alltag.
Wetter
Was mich zum letzten Punkt bringt: Das Wetter war im ersten Teil im Süden noch sehr gut und wir hatten einen bunten Mix, was aber meistens sehr angenehm war und für tolle, dramatische Lichtstimmungen gesorgt hat.
Weiter im Norden wurde es dann aber zusehends hässlicher. Auf den Lofoten hatten wir die meiste Zeit Sturm und eine dichte Wolkendecke über uns. Das war schon teilweise etwas deprimierend. Dazugeben käm, dass wenn die Sonne mal raus kam, sie es kaum über die Berge geschafft hat und man auf den Lofoten eigentlich nirgends ohne Weiteres mal etwas höher kommt, außer beim Wandern, was bei dem starken Wind aber teilweise auch schwierig war.
Dafür hatten wir zwischen den Lofoten und Tromsø traumhaftes Winterwetter mit viel Schnee und Sonne.
Fazit
Norwegen ist ein wirklich fantastisches Land und wir haben einen schönen Überblick bekommen. Die Reise Geschwindigkeit hat absolut gepasst und wir sind froh, dass wir nicht in der high season da waren.
Alles in allem würde ich es wieder so machen, mit leichten Modifikationen:
Jetzt wo wir uns ein bisschen auskennen würden wir beim nächsten Mal aber wohl auch andere Orte auswählen, die sowieso weniger auf den bucket lists dieser Welt auftauchen. Auf die Lofoten würde ich zum Beispiel gar nicht mehr reisen, schon gar nicht Ende September / Anfang Oktober. (nicht, dass es dort nicht wunderschön wäre aber das ist es woanders eben auch).
Außerdem würde ich von Anfang an so planen, dass wir längere Strecken mit Zug / Fähre fahren und dann immer wieder vor Ort ein Auto mieten.
Was auch gar nicht funktioniert hat war spontan zu gucken wo das Wetter besser ist und die Route entsprechend anzupassen. Das Wetter war größtenteils so unbeständig, dass es keinen Sinn ergeben hätte sich danach zu richten.
Vermutlich würde ich insgesamt auch 2 Wochen früher starten.
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